Archiv der Kategorie: Bausteine einer Beziehung

Der Weg ist das Ziel …

Gemeinsam spazieren kann mehr als nur ein Ausflug sein – gemeinsam einen Weg gehen.

Da muss man nicht unbedingt miteinander sprechen. Gemeinsam nichts zu sagen und den Anderen bewusst neben sich wahrnehmen, kann sehr erfüllend sein und ein Gefühl der Dankbarkeit auslösen.

Manchmal entstehen dann ganz zwanglos tolle Gespräche, weil das Ziel ja der Spaziergang ist und nicht das (Aus) Sprechen. Es darf das entstehen was gerade „in Gang“ gebracht wird.

 

gemeinsam Ordnung halten

ORDNUNG war am Anfang unseres Zusammenlebens eine große Herausforderung. Einem von uns war es sehr wichtig, dass alles auf seinem Platz ist – dem Anderen bedeutete es Kreativität und Freiheit „instinktiv“ Ordnung zu halten. – Das ist Konfliktpotential pur…

Unsere Lösung war die gegenseitige Achtung der Bedürfnisse des Partners:
„Was ist dir wirklich wichtig, in welchen Bereichen ist die Ordnung unbedingt erforderlich, damit du dich wohl fühlst? Wo kannst du damit leben, dass es eine kreative Gestaltung gibt?“
Das Wissen um die Wichtigkeit für den Partner und die ACHTUNG der Bedürfnisse macht gegenseitige Rücksichtnahme möglich ohne sich selbst zu sehr zu verbiegen.

MEINS – er gehört mir!

MeinsManchmal ist es gut im Außen zu zeigen, wer zusammen gehört.
Doch sollten wir uns immer wieder bewusst machen, dass der andere nicht unser Besitz ist.

Erkennbar ist so ein Besitzdenken unter anderem, wenn mit anderen Personen über den Partner gesprochen wird:
Da sagt z.B. eine Freundin zur anderen: „MEINER hat mir gestern Blumen gebracht“ – das ist ja noch ganz nett und klingt ein wenig stolz.
Meist wird das „MEINER“ jedoch mit einem abfälligen Unterton angewandt „MEINER schaut nur mehr Fußball“, „MEINER ist ein Dauersitzer am Klo“…

Natürlich haben auch Männer Besitzansprüche: wenn sie frisch in einer Beziehung sind, kann es schon mal heißen:
„MEINE ist ur geil“ und später dann „MEINE hat oft Kopfweh, wenn es zur Sache geht“

Hoffentlich vergessen „MEINE“ und „MEINER“ nicht, dass sie nur sich selber gehören …

Selbstachtung

ReflektierenWann hast du mit deinem Partner darüber gesprochen und ihn gefragt, wie es ihm in eurer Beziehung geht?
Fragen wie: fühlst du dich geliebt, begehrt, wertgeschätzt?
Und wie sieht das mit der eigenen Zufriedenheit in der Partnerschaft aus:
Bist du froh mit diesem (und keinem anderen) zusammen zu sein, fühlst du dich geliebt, begehrt, wertgeschätzt?

Es gehört schon ein wenig Mut dazu sich ehrlich zu hinterfragen.
Denn wenn es auf dem Tisch ist, liegt es in deiner Verantwortung auch etwas zu ändern.
Vielleicht ist es das, was manche Beziehungs-ARBEIT nennen.

Geliebt so wie du bist..

Geliebt werdenWenn wir jemanden kennen lernen und uns denken, dieses oder jenes wird sich (wird er, wird sie) schon noch ändern, dann sollten wir es gleich bleiben lassen. Manche meinen, sie können die vermeintlich „schlechten“ Dinge am anderen korrigieren, damit er dann so ist, wie sie sich ihren Traumpartner vorstellen – das ist vergebene LIEBESMÜH !

ALLES gehört zu ihm, es ist sein Wesen – es macht ihn in seiner Gesamtheit aus.

Unser Tipp für eine Liebeserklärung:
Ein wertvoller Satz aus dem Familienstellen: „So wie du bist, bist du genau richtig für mich“, „es gibt keinen Besseren für mich“ – dieser Satz macht die Herzen weit… probiere ihn aus!
Damit er wirklich wirkt, sollte er natürlich ernst gemeint sein

PS: du kannst den Text gerne für dich gendern

Gleichwertigkeit

RollenverteilunhGLEICHWERTIGKEIT ist die Grundlage für eine Beziehung in Augenhöhe.

Eine gerechte Rollenverteilung bringt uns in die Balance von Geben und Nehmen. Zu den alltäglichen Dingen wie Kinder und Haushalt macht es durchaus Sinn, auch in anderen Bereichen auf eine gleichwertige Rollenverteilung zu achten: „Bin immer ich der Chef im Ring?“ Wer stellt soziale Kontakte im Außen her, wer pflegt sie? Wer sucht die Urlaube aus? Wer bringt mehr Geld nach Hause und was macht der Andere dafür – gibt es gemeinsame Kasse?

Das alte Rollenbild, wo der Mann der Versorger war und die Frau für das Familiäre sorgte, hat sich gewandelt – neue Ordnungen werden geschaffen. Was sich bei Aufstellungen immer wieder zeigt (jetzt noch mehr als früher) ist, dass die Achtung sehr wichtig ist. Vor allem die Achtung dessen, was der andere für das Gemeinsame tut.

Prävention gegen Untreue ist WERTSCHÄTZUNG

2018-06-05 Untreue PreventionEin Zauberwort der Wertschätzung: „Ich bewundere dich – ich bewundere, dass was du tust“
unser Tipp: einfach mal ausprobieren (aussprechen), was das für eine Wirkung hat.

Im Alltag kann es passieren, dass wir gar nicht mehr wahrnehmen, was mit unserer Beziehung, was mit unserem Partner und was mit uns selbst los ist.
Ab und zu sollten wir uns bewusst die Zeit nehmen und genau hinsehen. Besonders auf die Themen Selbstachtung, Sex, Rollenverteilung, Freiraum, Erfolg.
Über diese Themen haben wir bereits bzw. werden wir auch noch weiter Tipps unter „Bausteine einer Beziehung“ weitergeben.

Beziehungspflege ist auch in einem Coaching möglich. Wir haben da ein tolles Modell dafür: „In den Schuhen des Anderen gehen“

zum Thema Affäre

2018-05-31 FreiraumFREIRAUM – ein wichtiges Thema, auf das man in einer Beziehung immer wieder achten sollte. Habe ich noch genug Freiraum um ich selbst zu sein? Lass ich dem anderen genug Freiraum oder sperre ich ihn in einen liebevollen Käfig?

In der Paarbeziehung werden Grenzen oft sehr eng gesetzt. Dann  kommt es vor, es nimmt sich einer von beiden eine Geliebte oder Geliebten.

Dadurch werden die Grenzen erweitert und sie haben einen neuen Freiraum.
(Bert Hellinger)

Eine Affäre ist Energieaustausch

Eine Affäre ist ein Mittel um zu kompensieren, was im Alltag fehlt.

2018-05-22 AffäreAus der systemischen Sicht entsteht durch den Vollzug der Liebe Bindung.
Diese Wirkung sehen wir immer wieder in der Aufstellungsarbeit.
Es ist eine besondere Energie, die beim Sex zwischen zwei Menschen entsteht.

Mit wem auch immer du dich auf dieser Ebene austauscht und dir vielleicht das holst, was du brauchst, solltest du darauf achten welche Energie du dir damit „reinziehst“.

Wenn wir in einer Beziehung sind, wollen wir in der Regel den Anderen damit nicht verletzen und doch hat eine Affäre systemisch immer Folgen.

Meist herrscht zwischen Paaren ein ungeschriebener Liebeskontrakt der Monogamie.
Ein Seitensprung ist ein Angriff auf das beziehungsinterne Wertesystem.

Somit entsteht, wenn auch unbewusst, schlechtes Gewissen und das hat eine große Kraft.