Archiv des Autors: Paul Belcl

Hingabe ist reine Herzenssache

In der Liebe neigen wir dazu zu glauben, dass wir uns dem anderen hingeben. Doch in Wirklichkeit geben wir uns der Liebe, der Einheit, der Verbindung hin.

Vor allem sich einem anderen Menschen hinzugeben, ist stark mit der Sehnsucht aufgefangen und geliebt zu werden verbunden. Es ist ein Urbedürfnis, dass uns von Kindheit an begleitet. Ob es uns möglich war uns in die Arme der Mutter “hinzugeben”, umsorgt und gehalten zu werden prägt unser Urvertrauen. Hier wird der Grundstock geschaffen, der im späteren Leben mit dazu beiträgt, inwieweit wir uns anderen Menschen, oder auch einer Sache, hingeben können.
Manche haben diesen Grundstock erhalten und manche können es später lernen, wenn sie das wollen. Auch kann man Verletzungen durch missbrauchte Hingabe heilen damit tiefe Begegnung wieder möglich wird.

Hingabe ist das absolute Geschehen lassen des Moments, dem Fluss des Lebens zu folgen und dabei nicht nur die Freuden, sondern auch die Risiken der Liebe in Kauf zu nehmen.

Hingabe mit Schrift

Aufstellen im Energiefeld

Gestern haben wir bei unserem Workshop die wunderbare Kraft des Energiefeldes erlebt. Es ist ein Geschenk es so stark präsent zu spüren. Das Bild hat mich an diese Aufstellung erinnert – es war einfach unglaublich! Fast schon sichtbar für ALLE. In einer „Blase“ dieser Energie, zwischen höherer Kraft und Lebensaufgabe durfte Veränderung passieren … DANKE – Genau das ist es, was Aufstellungsarbeit so besonders und anderes macht.

Energiefeld Aufstellung

Mit deinem Partner ins neue Jahr gehen – wie wunderbar!

Vielleicht schafft ihr euch noch einen Augenblick der nur euch Beiden gehört. Einen Moment wo du aussprichst wofür du dankbar bist, was deinen Partner so einzigartig macht und warum er/sie genau der/die Richtige für dich ist, was gespiegelt wird und was dich heuer genau durch diese Beziehung wachsen ließ.

Dann lasst euch in die Zukunft schauen und vielleicht auch aussprechen, was euch im neuen Jahr ganz wichtig sein wird.

Wir wünschen euch ein tolles neues Jahr mit viel Begegnung auf Augenhöhe, einen achtsamen respektvollen Umgang miteinander und dass ihr euch gegenseitig in euer Entwicklung unterstützt. Die Liebe möge wachsen jeden Tag ein bisschen mehr .

Marienkäfer paar neues Jahr

Nimm dir Zeit für die Liebe

Überrasche deinen Partner heute am NICHT Valentinstag, am NICHT Jahrestag, am NICHT Geburtstag… Vielleicht mit einem kleinen Geschenk, einem Abendessen, einem guten Glas Wein, einem gemeinsamen Bad oder was immer euch Freude macht. Dazu ein inniger Blick in die Augen und ein paar liebe Worte wie z.B. : „es ist schön, dass es dich in meinem Leben gibt“ Wir wünschen euch ein Gegenüber, dass dieses Geschenk mit liebenden Herzen nehmen kann.

Romantik

Gibt es ein kollektives übertragenes Kriegstrauma?

Wir erleben in Aufstellungen oft wie Kriegsdramen noch immer Auswirkungen auf die jetzige Generation haben. Ob das allerdings wirklich mit einem übertragen Trauma oder durch ein immer wieder herbei holen des Schreckens generell, seine Kraft hat, ist wohl schwer zu beurteilen. Sicher ist, dass wir durch diese Angst und Schuld, die nicht zu uns gehört, „krank“ werden können und leicht manipulierbar sind.

Statt Eigenverantwortung zu übernehmen, werden alte Dramen immer wieder für Ängste im hier und jetzt missbraucht. Aus Angst dass es wieder so werden kann wie es einmal war, holen wir genau diese Situationen in unsere Zukunft. Denn die Angst hat große ERSCHAFFUNGSMACHT.

Hinschauen und aufzeigen ist wichtig, es aber dann anzunehmen wie es war, ist das wofür man reif sein muss. Wie leicht werden hier durch Übertragung und Sühne, wenn auch nur in unseren Gedanken, Opfer zu Täter und Täter zu Opfer – der Kreislauf beginnt von vorne…

Kriegstrauma-1799923_960_720Schon Bert Hellinger hat gesagt: „Frieden heißt es darf gewesen sein“
Vielleicht liegt in diesem Satz die Lösung.

Vielleicht ist bei unserem Weihnachtsworkshop Zeit um in einer kollektiven Aufstellung auf den Frieden der Vergangenheit zu schauen.

Systembrett im Stehen – Einführung bei Wolfgang Polt

Voll begeistert vom Vortrag, sind wir mit einem neuen Systembrett nach Hause gegangen. Ein Systembrett mit dem durch Bewegung (Stehpult) auch mehr Bewegung in die Beratung kommt.
Der Klient hat den ganzen Raum für sich und seine Figuren am Brett.

„Wer steht wem nahe? Und wer nicht?“
„Wer hat zu wem Kontakt? Und sollte diesen nicht haben?“
„Wer hat zu wem keinen Kontakt? Und sollte diesen haben?“

Eine völlig neue Perspektive ‍♀️
SystembrettWir freuen uns euch damit neue Lösungswege zu zeigen.

Repräsentant(in) sein – Spiegel für die Seele ?

Beim Reflektieren über unseren letzten Workshop ist uns wieder einmal deutlich vor Augen geführt worden:

Die Rolle, die du als Repräsentant(in) in einer Aufstellung erhältst, ist nicht zufällig!


Sie ist eine Horizonterweiterung des Menschenseins und hilft meist auch Ereignisse im eigenen System besser zu „begreifen“ (im wahrsten Sinne).
Mit dem Verstehen kommt das Annehmen und Verzeihen, das Loslassen und Heilwerden.

Einige Beispiele dazu:

  • Frauen können spüren, wie es ist ein Mann zu sein.
  • Eine Mutter die ihr Kind verloren hat, steht in der Rolle eines früh verstorbenen Kindes und kann von dort aus die Liebe fühlen, die über den Schmerz hinaus für immer bleibt.
  • Ein Mann der gerade eine Scheidung hinter sich hat, wird für eine ähnliche Rolle ausgewählt und erlebt als Repräsentant nochmal eine Trennung, die in der Aufstellung in gegenseitige Freiheit führt.
  • Eine Tochter erkennt durch ihre Rolle, dass die  Mutter nicht aus Bosheit hart und unerreichbar war, sondern aus Sorge oder eigenem Schicksal nicht anderes konnte.

Eine sehr große Form der Horizonterweiterung ist es in den Rollen von „Tätern“ zu stehen. Das klingt für den ersten Moment schrecklich. Doch wer den Mut hat sich darauf einzulassen, dem erschließt sich ein großes neues Verstehen und kann helfen in Zukunft KEINE vorschnellen Urteile abzugeben.

Der Weg ist das Ziel …

Gemeinsam spazieren kann mehr als nur ein Ausflug sein – gemeinsam einen Weg gehen.

Da muss man nicht unbedingt miteinander sprechen. Gemeinsam nichts zu sagen und den Anderen bewusst neben sich wahrnehmen, kann sehr erfüllend sein und ein Gefühl der Dankbarkeit auslösen.

Manchmal entstehen dann ganz zwanglos tolle Gespräche, weil das Ziel ja der Spaziergang ist und nicht das (Aus) Sprechen. Es darf das entstehen was gerade „in Gang“ gebracht wird.

 

gemeinsam Ordnung halten

ORDNUNG war am Anfang unseres Zusammenlebens eine große Herausforderung. Einem von uns war es sehr wichtig, dass alles auf seinem Platz ist – dem Anderen bedeutete es Kreativität und Freiheit „instinktiv“ Ordnung zu halten. – Das ist Konfliktpotential pur…

Unsere Lösung war die gegenseitige Achtung der Bedürfnisse des Partners:
„Was ist dir wirklich wichtig, in welchen Bereichen ist die Ordnung unbedingt erforderlich, damit du dich wohl fühlst? Wo kannst du damit leben, dass es eine kreative Gestaltung gibt?“
Das Wissen um die Wichtigkeit für den Partner und die ACHTUNG der Bedürfnisse macht gegenseitige Rücksichtnahme möglich ohne sich selbst zu sehr zu verbiegen.